Um die genaue Überlappung zwischen SARIFA als histopathologischem Biomarker von humanen Ursprungs und TAF als DL-basiertes Bildmerkmal in kolorektalen Krebsproben zu bewerten, wurden 175 TAF-Flecken visuell überprüft. In TAF-Flecken, die den Schwerpunkten am nächsten waren, gab es eine 100%ige Überlappung; in allen diesen Flecken waren mindestens 5 Tumorzellen oder mindestens eine Tumordrüse direkt benachbart zu Adipozyten, was mit der SARIFA-Definition übereinstimmt. Die Überlappungsfrequenz zwischen TAF und SARIFA variierte in den verschiedenen Bildflecken von 53% bis 64%, was zeigt, dass TAF nicht notwendigerweise SARIFA darstellt. Die visuelle Überprüfung zeigte, dass die meisten TAF-Flecken zwar Tumorzellen in der Nähe von Adipozyten zeigten, oft jedoch Bindegewebe oder Entzündungen zwischen Tumorzellen und Adipozyten vorhanden waren, was nicht mit der genauen SARIFA-Definition übereinstimmt. Zusätzlich fehlten in einigen als TAF-positiv klassifizierten Fällen, die Entzündungsinfiltrate oder periphere Ganglien in Fettgewebe aufweisen, die nicht den Kriterien der SARIFA-Positivität entsprechen.
Basierend auf der TAF-Entdeckungsstudie zeigte die Nachfolgearbeit die Zuverlässigkeit und den prognostischen Einfluss der TAF-Erkennung durch Pathologen und bestätigte die Übersetzbarkeit von DL-basierten histologischen Merkmalen in die routinemäßige Praxis. Eine weitere Studie identifizierte ein ähnliches Merkmal wie TAF, das auch für die Vorhersage von Lymphknotenmetastasen relevant sein könnte und die Überlappung zwischen SARIFA und diesem Merkmal untersuchte. Es zeigte sich, dass 31% der untersuchten Patches das SARIFA-Phänomen aufwiesen. Es wurde festgestellt, dass das direkte Tumor-Adipozyten-Wechselspiel prognostisch relevant zu sein scheint und eine gewisse Tumorbiologie in CRCs darstellen könnte.
Die Untersuchung von CMS-Anrufen und TAF ergab ähnliche Unterschiede in den CMS-Anrufen, mit einer Anreicherung von CMS1/4 bei SARIFA-positiven CRCs. Die Pathway-Differenzierung zeigte ähnliche Ergebnisse bei CRCs mit TAF, was auf stromale und immunbezogene Veränderungen hinweist. Die Analyse der hochregulierten Gene bei TAF-positiven CRCs bestätigte die Bedeutung von lipidmetabolismusbezogenen Genen.
Die prognostischen Auswirkungen von CD36 und FABP4 wurden unabhängig von SARIFA-Status und der TAF-Präsenz untersucht und zeigten, dass eine höhere Expression mit schlechteren Ergebnissen in TCGA-CRC assoziiert war. Diese Ergebnisse belegen die enge Verbindung zwischen einem erhöhten Lipidstoffwechsel und einem aggressiveren Tumorverhalten.
Hinterlasse eine Antwort